Handel für den Wandel

Conflictfood ist mehr als nur ein Handelsunternehmen – es ist eine Bewegung, die Genuss mit sozialer Verantwortung verbindet.

Inspiriert durch die Begegnung mit einem Frauenkollektiv in Afghanistan, das den Wandel vom Opiumanbau hin zu hochwertigem Safran geschafft hat, ist Conflictfood entstanden. Seitdem arbeitet Conflictfood direkt mit Bäuerinnen und Bauern aus Konfliktregionen wie Afghanistan, Palästina und Myanmar zusammen, um landestypische Spezialitäten bekannt zu machen.

Dabei stehen die Menschen und ihre Geschichten im Mittelpunkt: Mut, Vielfalt und der Stolz auf die eigenen Produkte zeigen ein anderes Bild von Regionen, die oft nur durch Krisen geprägt wahrgenommen werden. Conflictfood baut Brücken zwischen Kulturen, fördert den Dialog und zeigt, wie Genuss und Wandel Hand in Hand gehen können – alles auf Grundlage von Fairness und Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Ein Beispiel für diesen Ansatz ist Freekeh aus Palästina – ein jahrhundertealtes Korn, das nicht nur kulinarisch überzeugt, sondern auch Hoffnung und Selbstbestimmung in einer von Konflikten geprägten Region symbolisiert. Durch die frühe Ernte enthält Freekeh doppelt so viel Eiweiss wie Quinoa, viermal so viele Ballaststoffe wie brauner Reis und ist reich an Eisen, Calcium und Zink. Mit seinem rauchigen Aroma hat es den Weg in Sterneküchen und Foodblogs gefunden – ein Superfood mit Geschmack und Geschichte.

Die Entstehung von Freekeh ist so aussergewöhnlich wie sein Geschmack: Laut einer Legende wurde es durch ein Feuer zufällig entdeckt, als Bewohner:innen eines Dorfes nach einem Angriff ihre verbrannten Weizenfelder abrieben und dabei die gerösteten Körner fanden.

Die Initianten von Conflictfood im Video

Omatti: 100% made with love

Im Jahr 2009 begann eine besondere Geschichte: Karen Iman Cheong aus Thailand und ihr Schweizer Ehemann Claudio Lendi gründeten das Fair Trade Projekt Omatti.

Was als zufällige Begegnung mit den lokalen Kunsthandwerkerinnen Nok und Noi auf einem thailändischen Markt begann, entwickelte sich zu einer nachhaltigen Vision.

Nach ersten Versuchen, die handgefertigten Produkte in der Schweiz zu verkaufen, erkannten Karen und Claudio: Hier steckt mehr Potenzial. Sie kehrten nach Thailand zurück und entwickelten ihr Konzept: Statt in Fabriken wird in kleinen Werkstätten und in Heimarbeit produziert.

Diese Arbeitsweise ermöglicht den Frauen im Dorf nahe Chiang Mai ein selbstbestimmtes Leben. Sie können ihre Familien versorgen und traditionelle Lebensweisen bewahren, während sie hochwertige Shopping- und Freizeittaschen, Necessaires und Portemonnaies fertigen.

„Ich bin so froh, dass ich von zu Hause arbeiten und auf mein Enkelkind aufpassen kann“, erzählt Näherin PaMai. Wie viele andere im Dorf müssen ihre Kinder in den grossen Städten arbeiten – sie selbst kann dank Omatti ihr ländliches Leben fortführen.

Ein Dokumentarfilm gewährt einen authentischen Einblick in das Omatti-Projekt und zeigt, wie handgefertigte Produkte mit Liebe entstehen.

🌾 Die Geschichte eines Bio-Pioniers: Gino Girolomoni 🌾

Gino Girolomoni, geboren 1946 in einer bescheidenen Bauernfamilie im kleinen Dorf Isola del Piano, hatte kein einfaches Leben. Er verlor früh seine Mutter und pflegte seinen kranken Vater. Diese Erfahrungen prägten ihn und gaben ihm die Stärke, die Herausforderungen des Landlebens anzunehmen und gleichzeitig die bäuerlichen Werte hochzuhalten.

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Schweiz kehrte Gino 1971 in sein Heimatdorf zurück, wurde Bürgermeister, heiratete seine Tullia und gründete eine Familie mit drei Kindern. Seine politische Mission war klar: Er wollte die Lebensbedingungen der Landwirte verbessern und der Landwirtschaft wieder den Stellenwert zurückgeben, den sie verdient.

In den 1970er-Jahren kämpfte Italien mit einer massiven Landflucht, die viele Dörfer entvölkerte. Doch Gino glaubte an die Zukunft der Landwirtschaft. 1977 gründete er gemeinsam mit seiner Frau und einigen Dorfbewohner*innen die Genossenschaft Alce Nero – mit dem Ziel, die Landwirtschaft nachhaltig und biologisch zu fördern. Sein Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Verlassene Höfe wurden wieder bewirtschaftet, neue Arbeitsplätze entstanden, und die Region blühte auf.

Seine Vision ging jedoch weit über wirtschaftlichen Erfolg hinaus. Für Gino war Landwirtschaft eine Verbindung von Tradition, Gemeinschaft und Respekt für die Natur. Nach seinem Tod im Jahr 2012 wurde die Genossenschaft ihm zu Ehren in Girolomoni Cooperativa Agricola umbenannt – ein Symbol für sein Vermächtnis, das bis heute lebt.


Produkte: Bio mit Herz

Die Genossenschaft Girolomoni steht für hochwertige Lebensmittel aus ökologischem Anbau. Neben der bekannten Pasta aus uralten Getreidesorten wie Emmer, Graziella Ra (Khorasan) und Hartweizengriess bietet Girolomoni auch Bio-Reis und Hülsenfrüchte.

Was alle Produkte vereint? Eine ökologische Produktion ohne synthetische Chemikalien – von der Rohstoffgewinnung bis zur Verarbeitung. Bodenfruchtbarkeit wird mit organischem Dünger gesteigert und Unkraut durch nachhaltige Felderwirtschaft bekämpft.


Fairer Handel mit Vision

Girolomoni sagte einst:
„Für uns bedeutet essen nicht nur die Zubereitung von Nahrung. Es ist Freundschaft, Brüderlichkeit, Schönheit, Spiritualität und Gemeinschaft.“

Genau diese Werte spürt man in jedem Produkt, das fair gehandelt wird und die Landwirtschaft in Italien stärkt.

claro Fairweek

Fair statt mehr! Während der Black Friday zum Kaufrausch aufruft, setzen wir auf bewussten Konsum – mit fair gehandelten und ökologisch nachhaltigen Produkten.

Vom 25.11. bis 2.12. ist Fairweek bei claro: Für jedes Produkt aus der Kollektion spenden wir 5 % an wirkungsvolle Projekte des claro Produzent:innenförderfonds!

*Aktion gültig von 25.11. – 3.12.2024 für ausgewählte Produkte des claro Sortiments. Erhältlich im claro Weltladen Bätterkinden. Nur solange der Vorrat reicht.

In 24 Tagen um die Welt

Jeden 4. Tag ein neues Land, ein neues Rätsel und ein neuer Preis! Das bietet der Adventskalender im claro Laden Bätterkinden.

Alle vier Tage bereisen wir ein neues Land – von Italien bis Indien, von Thailand bis nach Afrika –und stellen spannende Projekte samt Rätsel vor. Poste die Antwort auf Instagram (@claro_baetterkinden), per E-Mail (claro.baetterkinden@gmail.com) oder fülle im Laden einen Antworttalon aus und gewinne nachhaltige Preise. Einen kleinen Extrapreis gibt’s, wenn du alle Rätsel gelöst hast.

Start: 1. Dezember 2024.

PS: Die Preise müssen im Laden abgeholt werden.

Essen zum Mitnehmen – ohne Abfall, aber mit Stil!

Zwei französische Frauen krempeln mit Bini die To-Go-Branche um. Ihr wiederverwendbares Besteckset aus Holzfasern und recycelten Ölen macht Schluss mit Plastikmüll und bringt Stil auf den Picknickteller. Eine Revolution für Feinschmecker und Umweltfreunde!

Wer kennt es nicht? Das schnelle Mittagessen vom Lieblingsimbiss endet in einem Berg Plastikmüll. Doch damit ist jetzt Schluss! Perrine und Alice, die Masterminds hinter Bini, haben die Nase voll von Einweggeschirr und präsentieren die stylische Alternative für alle Outdoor-Esser, aber auch für Firmen und Gastronomen.

Das Bini-Set hat alles, was das Feinschmeckerherz begehrt: Eine Gabel, die wirklich piekt, ein Messer mit Pfupf, einen Löffel für himmlische Dessertmomente und Stäbchen für den Asia-Flair unterwegs! Alles verpackt in einem schicken Etui, das locker in jede Tasche passt.

Aber Bini kann mehr als gut aussehen. Das Set besteht aus einem biobasierten Polymer – 40% Holzfasern und 60% recycelte Restaurantöle. So wird aus dem Frittierfett von gestern das Besteck von morgen. Genial, oder?

Perrine und Alice haben für diese Idee sogar ihre Jobs an den Nagel gehängt. Ihr Motto: Lieber Teil der Lösung sein, als Teil des Problems! Mit Bini wollen sie alle zum Umdenken bewegen – weg vom Wegwerfen, hin zum Wiederverwenden.

Neu im claro-Laden Bätterkinden erhältlich.

Wer entscheidet über unser Essen?

Der Welternährungstag 2024 steht unter dem Motto Macht & Markt. Zu dem Thema findet am 16. Oktober eine Tagung in der Aula des Progr an der Speichergasse 4 in Bern statt.

Die Tagung zum Welternährungstag 2024 steht unter dem Thema „Macht & Markt“ und findet am 16. Oktober in Bern statt. Ziel ist es, die globalen Machtverhältnisse in den Ernährungssystemen zu beleuchten, die auf kolonialen Strukturen basieren und von multinationalen Firmen fortgeführt werden. Neue Technologien wie digitale Landwirtschaft, gentechnische Verfahren und Laborfleisch werfen zudem komplexe Fragen zu Rechten, Datenschutz und Gesundheit auf.

Die Veranstaltung will zeigen, wie eine demokratische Dekolonialisierung der Ernährungssysteme auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene erreicht werden kann. Erfolgreiche Ansätze und Pilotprojekte werden vorgestellt, die weg von Machtkonglomeraten führen und mehr Demokratie in Ernährungssystemen fördern.

Der Tag ist in drei Themenblöcke unterteilt:

  1. Handel und Macht – die Rolle der Schweiz in der Förderung von Grundwerten und SDGs in Partnerländern.
  2. Monopole und Monokulturen – die Kontrolle über unser Konsumangebot und dessen Auswirkungen auf den globalen Süden.
  3. Agrarökologische Ansätze und lokale Ernährungssysteme – wie wir die Kontrolle über unsere Ernährung übernehmen können.

Welternährungstag 2024 – zur Tagung in Bern

Gut zu wissen

Der Welternährungstag wird jedes Jahr am 16. Oktober gefeiert – oder besser gesagt, genutzt, um die bittere Realität des weltweiten Hungers ins Rampenlicht zu rücken. Seit seiner Einführung 1979 wird dieser Tag in verschiedenen Ländern mit offiziellen Kongressen und Aktionen von NGOs begangen. Dabei geht es um die großen Fragen: Wie lösen wir das Hungerproblem? Warum hungern immer noch Millionen Menschen? Der 16. Oktober ist übrigens kein Zufall – an diesem Tag wurde 1945 die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, gegründet, um für volle Teller weltweit zu sorgen.

Bio, nachhaltig und fair

„Iline Organic“ steht für ultra-premium Bio-Olivenöl, hergestellt mit traditionellen Anbaumethoden auf einer familiengeführten Plantage. 100% biologisch, nachhaltig und fair produziert – dabei werden lokale Gemeinschaften unterstützt und die Umwelt geschont.

Im Blog gibt’s die Aufklärung: Olivenöl zum Braten – Mythos oder Wahrheit? Alle Unsicherheiten werden ein für alle Mal aus dem Weg geräumt.

Hier geht’s zum Blog

Blattsalat mit Erdbeeren & Mozzarella an Rhabarber Honig Senf Dressing


 

4 Portionen

20 Min. Zubereitungszeit

ZUTATEN

Dressing:

2 Stängel Rhabarber

6 EL Rapsöl

4 EL Balsamico Bianco

1-2 EL Quetzal Honig

2 TL Senf mit Honig

Rhabarber-Kochwasser, nach Bedarf

Salz nach Geschmack

Pfeffer nach Geschmack

Salat:

2 handvoll grüner saisonal Blattsalat

300g Erdbeeren

250g veganer Mozzarella

Raselli Blumenmischung als Topping

 ZUBEREITUNG

  1. Rhabarber unter fliessendem Wasser waschen, trocken tupfen, falls nötig schälen und in kleine Stücke schneiden.
  2. Rhabarberstücke in einer Pfanne mit Wasser bedecken und zugedeckt für ca. 2-3 Minuten bei mittlerer Hitze gar kochen.
  3. Gekochten Rhabarber mit einem Sieb von Kochflüssigkeit trennen. Beides beiseite stellen und abkühlen lassen.
  4. In der Zwischenzeit Blattsalat und Erdbeeren gut waschen. Blattsalat mit Salatschleuder vorsichtig trocken schleudern. Erdbeeren trocken tupfen.
  5. Den Blattsalat auf 4 Schüsseln verteilen.
  6. Erdbeeren halbieren oder vierteln und auf die 4 Schüsseln Salat verteilen.
  7. Den veganen Mozzarella abtropfen lassen, falls er in Lake kommt. Danach mithilfe eines Apfelentkerners Mozzarella-Kugeln ausstecken. Diese ebenfalls auf die Salatschüsseln aufteilen.
  8. Öl, Essig, Honig und Senf in einen hohen Behälter geben. Am besten zuerst mit 1 EL Honig starten. Alles kurz vermengen. Gekochten Rhabarber zugeben und mit einem Stabmixer homogen vermengen. Sobald alles gut püriert ist, schrittweise Rhabarber-Kochwasser zugeben bis das Dressing die gewünschte Konsistenz erhält.
  9. Dressing kurz abschmecken, nach Bedarf mit Salz und Pfeffer würzen. Wem es zu wenig süss ist, der kann nochmals 1 EL Honig nachgeben und nochmals kurz mit dem Stabmixer gut vermengen.
  10. Dressing und Raselli Blüten über dem Salat verteilen.

BEMERKUNGEN*

Anstelle von veganem Mozzarella kann auch regulärer Mozzarella genommen werden

Die Portionen gelten für eine leichte Hauptmahlzeit. Wer den Salat als Beilagensalat zu einer vollen Hauptmahlzeit servieren möchte, der halbiert die Mengen.

Das Dressing kann problemlos auch im Voraus zubereitet werden, dann einfach in eine verschliessbare Bügelflasche abfüllen. Je nach gewünschter Konsistent ergibt sich eine Menge von 200 – 250ml Dressing.

Viel Glück im neuen Zuhause

Brot und Salz gelten seit jeher als wichtigste Grundnahrungsmittel und symbolisieren Zufriedenheit, aber auch Gemeinschaft und Schutz. Ein schönes Mitbringsel also, wenn jemand in ein neues Heim gezogen ist – wir haben noch mehr und andere Ideen:

  • Kerzen, wenn der Strom ausfällt oder einfach für eine schöne Stimmung
  • Fairafric-Schokolade, wenn einem mal das Dach auf den Kopf fällt
  • Gallseife, um Grasflecken der Kinder auszuwaschen
  • Servietten, wenn Gäste spontan zu Besuch kommen
  • Mascobado-Vollrohrzucker für den selbstgemachten Tannenspitzensirup
  • Schöne Karten, um für einen vergessenen Geburtstag ein hübsches Exemplar zur Hand zu haben
  • Snacks für feine Apéros
  • Spülmaschinentabs für sauberes Geschirr und ökologische Reinigungsmittel, um das Haus sauber zu halten.

Das alles und viel mehr gibt es im claro-Laden Bätterkinden! 🙂